Heisskaltes Curry vom Huhn

Ein perfektes Gericht für alle Tage. Ein wärmendes Curry, vollgepackt mit Gewürzen, Schärfe, Ingwer und dazu knackiges Gemüse, reich an Vitamin C und überaus unterschätzt: der Kohl. Abgerundet wird das Gericht durch wunderbar zartes, zweimal gegartes Hühnchen und der Verwendung eines Konzepts, welches ich ausgesprochen liebe, nämlich Gerichte mit heißer und kalter Komponente.

Die Magie des Heißkalten

Es ist mir schon früh aufgefallen. Als ich noch Kind war, mochte ich es sehr, wenn ich zu meinen Maultaschen in Brühe (ja, ich komme aus Schwaben) eine knackige, nicht erhitzte Zutat zum Bestreuen meines Gerichts bekam. Zwiebeln, Paprika, Lauch – alles wurde gern genommen. Später dann in der wilden Jugend, in der man für so manche Sünde anfällig war, fand ich großen Gefallen an Hot Brownies mit Eis, wie sie in einem weltweit bekannten Burger-Restaurant serviert wurden. Der Döner ist ein weiteres gutes Beispiel des Konzepts. Ein sehr simples Prinzip, was jedoch selten Anwendung findet – die Kombination von heißen und kalten Komponenten auf einem Teller bzw. in einem Gericht.

Daher eine Laudatio auf dieses Spiel von heiß und kalt, knackig frisch und gegart. Das Curry bedient sich diesem Konzept und hat deshalb einen Platz auf dem Blog verdient.

Zutaten für 4 Personen

~1,2 kg
500 g
250 g
2
80 g
2 Stängel
2
2 EL
1 L
400 ml
1
3
1 EL
1 TL

ganzes Huhn oder Hühnerteile (Hühnerbrust geht, wird aber trocken)
Weißkohl (Chinakohl oder feiner: Spitzkohl)
Jasminreis
Knoblauchzehen
Ingwer
Zitronengras
Chilischoten
Fischsauce
Kokosmilch
Hühnerfond
Sternanis
Nelken
Brauner Zucker
Chiliflocken
Salz & Pfeffer
frischer Koriander

  1. Am Vortrag den Kohl grob zerteilen. Dazu zwei Knoblauchzehen (gehackt) und die Hälfte des Ingwers (fein gerieben) sowie eine Chili (fein gehackt) geben. Chiliflocken, Fischsauce, Zucker und 1/2 TL Salz zum Kohl hinzufügen und gründlich durchkneten (nicht nur mischen). Alles einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen, aber am Folgetag nicht eiskalt servieren.
  2. Restlicher Ingwer, Knoblauch, Chili und Zitronengras grob zerteilen. Zusammen mit Anis, Nelken, Hühnerfond und der Kokosmilch in einen großen Topf geben und aufkochen.
  3. Das Huhn für eine Stunde im Kokossud schmoren. Anschließend herausnehmen und bei 200°C für weitere 40-60 min im Ofen backen. Sollte man ein ganzes Huhn verwenden, zerlegt man es erst am Ende des Garprozesses.
  4. Die Kokosmilch auf ein Drittel einreduzieren, absieben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm halten.
  5. Reis nach Anleitung kochen.
  6. Die Kokosmilchreduktion in einem tiefen Teller angießen, Reis, Kohl und ein Stück Hühnchen darauf anrichten. Mit einigen Blättern frischem Koriander garnieren und servieren.

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